Förderleistung und Förderdruck
Die passende Pumpe wird nicht nur nach der Anschlussgröße ausgewählt. Entscheidend sind der benötigte Volumenstrom, die erforderliche Förderhöhe, der vorhandene Zulaufdruck, Druckverluste in Rohrleitungen und Armaturen sowie der gewünschte Betriebspunkt der Anlage.
Bei Druckerhöhungsanlagen, Reinstwasseranlagen, Filteranlagen oder Umkehrosmoseanlagen muss die Pumpenleistung exakt zur Gesamtanlage passen. Eine falsch ausgelegte Pumpe kann zu erhöhtem Energieverbrauch, unruhigem Betrieb, Kavitation, Druckschwankungen oder unzureichender Anlagenleistung führen.
Medium, Werkstoffe und Einsatzbedingungen
Für die Auswahl sind auch die Eigenschaften des Mediums wichtig. Dazu gehören Temperatur, chemische Zusammensetzung, Feststoffanteile, Leitfähigkeit, pH-Wert, Viskosität und mögliche Korrosionsbelastung.
Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Werkstoffe und Dichtungssysteme zum Einsatz, zum Beispiel Edelstahl, Kunststoff, Sonderwerkstoffe oder chemikalienbeständige Elastomere. Für hygienische oder sensible Anwendungen können entsprechende Zertifikate und geeignete Materialausführungen berücksichtigt werden.
Regelung und Energieeffizienz
Pumpenanlagen können mit Frequenzumformern, Drucksensoren, Durchflussmessung und SPS-Steuerung ausgestattet werden. Dadurch lässt sich die Förderleistung an den tatsächlichen Bedarf anpassen.
Eine bedarfsgerechte Regelung reduziert Druckschwankungen, verbessert die Betriebssicherheit und kann den Energieverbrauch deutlich senken. Besonders bei wechselnden Abnahmemengen oder kontinuierlichem Anlagenbetrieb ist eine frequenzgeregelte Pumpentechnik häufig sinnvoll.