Steuerung und Überwachung
UV-Anlagen können je nach Ausführung mit UV-Sensor, Betriebsstundenzähler, Störmeldung, Lampenüberwachung und Schnittstellen zur Gebäude- oder Prozessleittechnik ausgestattet werden. Besonders in hygienisch sensiblen Anwendungen ist eine zuverlässige Überwachung wichtig.
UV-Strahler haben eine begrenzte Lebensdauer. Auch wenn eine Lampe noch sichtbar leuchtet, kann die wirksame UV-C-Leistung bereits nachgelassen haben. Deshalb müssen Lampen nach Herstellervorgabe gewechselt werden. Da UV-Lampen nur begrenzt schaltfest sind und nach dem Einschalten eine Hochlaufzeit benötigen, ist in vielen Anwendungen ein kontinuierlicher Betrieb sinnvoll.
Wartung von UV-Anlagen
Für eine dauerhaft sichere Desinfektionsleistung müssen UV-Anlagen regelmäßig gewartet werden. Dazu gehören insbesondere:
- Austausch der UV-Lampe nach Betriebsstunden
- Reinigung oder Austausch des Quarzschutzrohrs
- Prüfung von UV-Sensor und Steuerung
- Kontrolle von Dichtungen und Anschlüssen
- Funktionsprüfung von Alarm- und Störmeldungen
- Dokumentation der Wartungsarbeiten
Beläge auf dem Quarzschutzrohr können die UV-Strahlung deutlich abschwächen. Eine regelmäßige Kontrolle ist deshalb besonders bei härterem Wasser, eisenhaltigem Wasser oder Prozesswasser mit wechselnder Qualität wichtig.
Grenzen der UV-Desinfektion
UV-Anlagen inaktivieren Mikroorganismen, entfernen aber keine gelösten Stoffe, Partikel, Eisen, Mangan, Härtebildner oder chemischen Verunreinigungen. Zudem erzeugt UV-Strahlung keine Depotwirkung im nachgeschalteten Leitungsnetz. Wenn Leitungen, Speicher oder Entnahmestellen nach der UV-Anlage hygienisch belastet sind, kann es erneut zu Keimwachstum kommen.
Die UV-Desinfektion sollte daher immer als Teil eines passend geplanten Gesamtsystems betrachtet werden. Je nach Wasserqualität können Vorfilter, Enteisenung, Entmanganung, Enthärtung, Aktivkohle, Sterilfiltration oder hygienische Rohrleitungsführung erforderlich sein.