Neubestückung und Membrantausch
Ein Austausch von Membranelementen kann erforderlich werden, wenn die Permeatleistung sinkt, der Salzrückhalt nachlässt, der Druckverlust steigt oder eine Reinigung nicht mehr den gewünschten Effekt erzielt. Vor dem Austausch sollte geprüft werden, ob die Ursache tatsächlich an der Membran liegt oder ob Voraufbereitung, Dosierung, Betriebsdruck, Fouling oder Scaling die Leistung beeinträchtigen.
Für die richtige Zuordnung sind Angaben wie Membrantyp, Baugröße, Anlagenleistung, Betriebsdruck, Permeatleitfähigkeit, Rohwasseranalyse und vorhandene Druckrohre hilfreich.
Reinigung von Membranen
In vielen Fällen kann eine fachgerechte Membranreinigung die Leistung einer Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlage verbessern. Die Auswahl des Reinigungsmittels richtet sich nach der Art der Verschmutzung, zum Beispiel mineralische Ablagerungen, organische Beläge oder biologische Belastungen.
Geeignete Membranreiniger und Reinigungschemikalien sind auch über unseren Online-Shop erhältlich. Bei unklarer Verschmutzungsursache oder größeren Anlagen ist eine technische Prüfung sinnvoll, bevor gereinigt oder ausgetauscht wird.
Lebensdauer und Betriebsbedingungen
Die Standzeit von Membranen hängt wesentlich von Rohwasserqualität, Voraufbereitung, Betriebsweise und Stillstandszeiten ab. Partikel, Härtebildner, Eisen, Mangan, organische Belastungen, Biofouling oder ungeeignete Chemikalien können die Membranleistung deutlich beeinträchtigen.
Bei geeigneter Voraufbereitung, regelmäßiger Kontrolle und sachgerechtem Betrieb können Membranen häufig mehrere Jahre zuverlässig arbeiten. Entscheidend sind stabile Betriebsdaten, geeignete Spül- und Reinigungsintervalle sowie die Überwachung von Permeatleistung, Leitfähigkeit, Druckverlust und Ausbeute.