Einzelenthärtung
Eine Einzelenthärtung arbeitet mit einem Austauscherbehälter. Während der Regeneration steht in dieser Zeit kein Weichwasser aus dem Austauscher zur Verfügung. Diese Bauart ist geeignet, wenn der Prozess eine Unterbrechung zulässt oder die Versorgung anderweitig abgesichert ist.
Doppelenthärtung (Pendelanlage)
Bei der Doppelenthärtung sind zwei Austauscherbehälter vorhanden. Während ein Behälter Weichwasser liefert, kann der zweite regenerieren. Dadurch ist eine kontinuierliche Weichwasserversorgung möglich, auch bei höheren Leistungen.
Resthärte und Betrieb: Auslegung, Kapazität, Monitoring
Typischer Zielwert: < 0,05 °dH oder Verschnitt auf Wunschhärte. Sehr niedrige Resthärten sind ein typischer Auslegungswert. Häufig wird < 0,05 °dH gefordert, um Härtedurchbruch und Belagsbildung zuverlässig zu vermeiden. Falls eine höhere Resthärte gewünscht ist, kann das Weichwasser durch Verschnitt auf die benötigte Zielhärte eingestellt werden.
Kapazität (m³ × °dH) und Mengensteuerung
Die Kapazität einer Enthärtungsanlage wird häufig als m³ × °dH angegeben und ergibt sich aus Harzmenge und Rohwasserhärte. Die Weichwassermenge pro Zyklus ergibt sich aus:
Weichwassermenge (m³) = Kapazität (m³ × °dH) / Rohwasserhärte (°dH)
Für die Betriebssicherheit wird die Regeneration üblicherweise mit Reservekapazität geplant. Größere Anlagen arbeiten häufig mengenabhängig (Volumenzähler/Mengenmessung), um Umschalt- und Regenerationszeitpunkte reproduzierbar zu steuern.
Resthärtemessung per Titration und Monitoring
Die Resthärte wird mit Resthärtemessgeräten im Titrationsverfahren bestimmt. Im Betrieb erfolgt die Kontrolle in der Regel im Rahmen eines Monitorings kurz vor Ablauf der berechneten Kapazität. Bei schwankender Rohwasserhärte kann die Prüfung entsprechend häufiger durchgeführt werden.