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Wassertechnische Industrieanlagen
Auf unserer FAQ-Seite beantworten wir häufig gestellte Fragen.
In Trinkwasserversorgungsnetzen werden zunehmend Oxidationsmittel zur Entkeimung und Entfernung organischer Verunreinigungen eingesetzt.
Typische Oxidationsmittel sind:
Diese Oxidationsmittel werden so dosiert, dass ein Überschuss im Wasser verbleibt. Dieser Überschuss gewährleistet die dauerhafte Wirkung und dient als Depotwirkung bis zum Endverbraucher. Vor der Wasseraufbereitung oder Trinkwassernutzung sollte der Überschuss entfernt werden, wofür Aktivkohlefilter besonders geeignet sind.
Einsatz von Aktivkohlefiltern
Bei der Auslegung von Aktivkohlefiltern sind insbesondere die Fließgeschwindigkeiten zu beachten. Bei einem freien Chlorgehalt von etwa 0,5 mg/l sollte die Anlage mit ca. 20 m/h betrieben werden. Bei erwarteten Stoßchlorungen oder höheren Konzentrationen werden die Filter mit geringeren Geschwindigkeiten betrieben.
Aktivkohle ist ein spezielles Filtrationsmaterial, das aus kohlenstoffreichen Materialien wie Holz, Kohle oder Kokosnussschalen hergestellt wird. Durch eine spezielle Behandlung erhält die Kohle eine extrem poröse Struktur, die ihre Filterkapazität erheblich erhöht. Diese Porosität ermöglicht es der Aktivkohle, eine große Oberfläche zu bieten, die für die Adsorption von Verunreinigungen im Wasser entscheidend ist.
Die hohe Adsorptionskapazität von Aktivkohle beruht auf ihrer großen inneren Oberfläche. Wenn Wasser durch den Aktivkohlefilter fließt, haften Schadstoffe und organische Verbindungen an der Kohle. Dies reduziert die Konzentration von Verunreinigungen wie Chlor, Pestiziden, Lösungsmitteln und anderen organischen Chemikalien im Wasser. Aktivkohle kann auch Gerüche und Geschmacksstoffe effektiv entfernen, was sie zu einem idealen Material für die Wasseraufbereitung macht.
Um die Effektivität der Aktivkohlefilter aufrechtzuerhalten, ist regelmäßige Wartung notwendig. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Rückspülung der Filter und den Tausch der Aktivkohle.
Aktivkohlefilter sind eine bewährte und effektive Methode zur Verbesserung der Wasserqualität. Mit der richtigen Pflege und Wartung können sie eine nachhaltige Lösung für sauberes und sicheres Wasser bieten.
Die Rückspülung der Filter ist sehr wichtig um Partikel und Organik von der Oberfläche zu beseitigen. Zudem wird auch eine Verbackung der Kohle vermieden die die Oberfläche erheblich verringern würde. In den Obersten Schicht (10 cm) werden ca. 50% der Konzentrationen des Oxidationsmittels bereits entfernt. Bei der Rückspülung wird die Aktivkohle aufgewirbelt und vermischt. Somit kann die Kapazität der Füllung optimal ausgenutzt werden. In der Regel wird eine Rückspülung 1-2 pro Woche durchgeführt.
Um eine sichere und effiziente Anlage zu betreiben, empfehlen wir, immer zwei Filter nacheinander zu schalten. Da der Durchbruch (Erschöpfung) der Aktivkohle nicht exakt vorhersehbar ist, wird dieser zwischen den in Reihe geschalteten Filtern gemessen. Sobald die Aktivkohle erschöpft ist, muss sie ausgetauscht werden.
Diese Technologien bieten eine effektive Lösung zur Entfernung von Oxidationsmitteln aus Ihrem Wasser.
