Nanofiltration und Umkehrosmose sind beides druckbetriebene Membranverfahren, unterscheiden sich jedoch wesentlich in Trennschärfe und Betriebsparametern. Die wesentlichen Unterschiede sind:
Betriebsdruck
Nanofiltration arbeitet typischerweise mit niedrigeren Drücken als Umkehrosmoseanlagen. Nanofiltration arbeitet typischerweise im Bereich von etwa 5 bis 20 bar. Umkehrosmoseanlagen liegen häufig im Bereich von 10 bis 40 bar, je nach Rohwasser.
Rückhaltevermögen
Nanofiltration hält vor allem zweiwertige Ionen und größere Moleküle zurück.
Umkehrosmose entfernt nahezu alle gelösten Ionen unabhängig von Ladung oder Größe.
Restmineralisierung
Nanofiltration erzeugt teilentsalztes Wasser mit verbleibender Leitfähigkeit.
Umkehrosmose erzeugt weitgehend demineralisiertes Wasser.
Energiebedarf
Durch geringeren Betriebsdruck liegt der spezifische Energiebedarf der Nanofiltration unterhalb der Umkehrosmose.
Die Nanofiltration ist daher geeignet, wenn eine gezielte Reduktion von Härte, Sulfat oder organischer Belastung erforderlich ist, ohne vollständige Entsalzung zu erzeugen.